Jahresrückblick 2021 - September/Oktober

Weiter geht’s mit dem achten Teil meines kleinen Jahresrückblicks für 2021. Ich gehe in dieser Serie noch einmal monatsweise durch das abgelaufene Jahr. Die früheren Artikel können hier nachgelesen werden: Jahresrückblick 2021.

Folgende Themen habe ich für September und Oktober aus meinem Logbuch herausgesucht:

hledger - Plain Text Accounting

Hunderttausende Unternehmen in Deutschland sind verpflichtet, ordentlich Buch über alle Einnahmen und Ausgaben führen. Privatpersonen dagegen können mit ihren Finanzen umgehen wie sie wollen.

Dabei bieten ordentliche geführte Bücher auch für Privatpersonen viele Vorteile. Ob man diese zur Auswertung nutzt, zur Verwaltung des Wertpapierdepots oder zum Erstellen eines Budgets – die Möglichkeiten sind unzählig.

Die Software muss natürlich mitspielen, denn in Excel will man so etwas nicht machen. Es gibt viele spezielle Programme und Webdienste, welche die Aufgabe lösen, oder es zumindest versprechen.

Ich habe mich am Ende für die vermutlich unpopulärste Variante entschieden, nämlich für hledger, ein Command Line-Programm, welches mit Textdateien arbeitet, anstatt mit undokumentierten Binärdateien, sqlite-Datenbanken oder als Webdienst daherkommt. hledger arbeitet übrigens nach dem Prinzip der doppelten Buchführung.

Rückblickend war das genau die richtige Entscheidung.

Ich habe ein Wochenende im September genutzt und habe alle Konten-Transaktionen des laufenden Jahres importiert und über einen Regelsatz so gut es geht automatisch kategorisiert. Am Ende stand doch noch viel manuelle Arbeit, aber am Ende hatte ich einen kompletten Überblick über die Finanzen, inkl. Wertpapierdepot, PayPal-Account usw.

Die laufende Aktualisierung der Daten mache ich einmal monatlich, diese ist in wenigen Minuten erledigt. Der Regelsatz zur Kategorisierung wird dabei ständig verbessert, sodass von Monat zu Monat weniger Handarbeit notwendig ist. Eine Ausnahme vom monatlichen Rhythmus sind die Wertpapierkurse, welche ich täglich automatisch importiere.

Mit all den Daten kann man jetzt umfangreiche Auswertungen erstellen. Sei es eine einfache Bilanz, eine Budgetübersicht, Cashflow, Übersicht über Zu- und Abgänge im Depot, Dividendenübersicht, Depotentwicklung über einen Zeitraum, Gewinn- und Verlustrechnung und vieles mehr.

Da die Daten in einem reinem Textformat vorliegen lassen sie sich natürlich vorzüglich weiterverarbeiten. Mit gunplot lassen sich z. B. Verläufe von Aktienkursen zeichnen usw.

Weitere Infos zum Thema Buchhaltung mit reinen Textdateien gibt es auf plaintextaccounting.org.

Bundestagswahl

Ich hatte mich im Frühjahr bei der Gemeinde wieder mal als Wahlhelfer angeboten, denn im abgelaufenen Jahr wurde ja der Deutsche Bundestag neu gewählt. Mein Vorschlag, mehr Leute zur Arbeit in den Wahlvorständen zu motivieren, indem man ihnen ein Angebot zur Corona-Schutzimpfung macht (wie z. B. in Berlin geschehen) wurde höflich notiert aber am Ende leider nicht umgesetzt.

Irgendwie kamen dann aber auch so wieder ausreichend Leute zusammen und stemmten die Arbeiten rund um die Wahl. Ich war wieder in „meinem“ Wahllokal – in diesem arbeitete ich auch schon bei den vergangenen Jahren. Neu in diesem Jahr war ein zusätzliches Briefwahllokal, denn der Anteil der Briefwähler*innen war in diesem Jahr – wie erwartet – sehr groß.

Aber auch in den normalen™ Wahllokalen war die Beteiligung merklich über derjenigen bei z. B. Europa- oder Landtagswahlen.

Die Pflicht zum Tragen einer Maske wurde von den Wähler*innen ausnahmslos befolgt, was mich rückblickend wirklich wundert. Denn heute, kaum drei Monate später, wird die Maskenpflicht schon von so vielen dummen oder unanständigen Menschen ignoriert …

Das Team in unserem Wahlvorstand war ziemlich klasse, sodass wir am Ende des Tages ohne Vorkommnisse und Nachzählungen die Zahlen an den örtlichen Wahlleiter übermitteln und den Laden abschließen konnten.

Urlaub

Bevor die nächste Coronawelle über uns rollt, sind wir Anfang Oktober noch mal auf’s Land gefahren – im Dreieck zwischen Bremerhaven, Cuxhaven und Stade gibt es nichts außer Maisfeldern, Kühen und Traktoren. Genau das Richtige wenn man nichts mit anderen Menschen zu tun haben möchte ;-)

Am Ende waren wir dann aber doch hier und da unterwegs, gerade die nahegelegenen Städte Bremerhaven, Oldenburg und Bremen haben einiges zu bieten. Und sogar nach Cuxhaven kann man mal fahren, immerhin gibt’s da richtig viel Watt zum Wandern und Gucken.

Alles in allem ist das eine Gegend, mit der ich sehr viel anfangen kann – was hauptsächlich an der dünnen Besiedlung liegt.

Bremerhaven
◎ Bremerhaven geht schon

Winter is Coming

Nach der Rückkehr aus dem Urlaub haben wir als erstes die Heizung im Haus wieder aktiviert, in der Urlaubswoche war es doch recht kühl und die Temperatur im Haus sank so auf 18,5 ℃.

Ebenfalls ein untrügliches Zeichen, dass die kalte Saison beginnt: ich habe am 22. Oktober das erste Mal in der zweiten Jahreshälfte eine lange Hose beim Biken getragen.

Schließlich habe ich die Beregnungsanlage und den Brunnen winterfest gemacht. Mit einem Kompressor lässt sich das Wasser ziemlich schnell und unaufwändig aus den Rohren drücken.

Kulinarisches Europa

Im September und Oktober waren wir – zumindest was das Essen angeht – in diesen Ländern zu Gast:

  • Schweden – God Aptit! 🇸🇪
    • Fächerkartoffeln (Hasselbackspotatis)
    • Lachskuchen (Lax Paj)
    • Zimtschnecken (Kanelbullar)
  • Serbien – Dobar aпетит! 🇷🇸
    • Brennnessel-Bohnen-Suppe (Pasulj)
    • Kartoffelauflauf (Musaka)
    • Gedeckter Apfelkuchen (Lenja pita sa jabukama)
  • Polen – Dobry Apetyt! 🇵🇱
    • Wurst mit Kraut (Kielbasa z Kapusta)
    • Schlesische Kartoffelklöße (Kluski Slaskie) mit Pilzsauce (Sos Grzybowy)
  • Belarus – Добры Апетыт! 🇧🇾
    • saure-Gurken-Suppe (Rassolnik)
    • Kartoffelpfannkuchen (Draniki)
  • Niederlande – Goede Eetlust! 🇳🇱
    • Senfsuppe (Mosterdsoep)
    • Sauerfleisch (Zuurvlees)
    • Marzipanstrudel (Amandelstaaf)