OpenStreetMap und der Brückeneinsturz in Genua

Die Geschwindigkeit, mit der das OpenStreetMap-Projekt auf aktuelle Ereignisse reagiert ist immer wieder beeindruckend. Kurze Zeit nachdem der Einsturz eines Brückensegments der A10 bei Genua (Italien) bekannt wurde, sind die Kartendaten bereits angepasst:

Die Standard-Karte von OpenStreetMap kurz nach dem Einsturz des Brückensegments (Link, Karte: © OpenStreetMap contributors)

Die Brücke wurde bereits als bridge=collapsed umgetaggt, die Relation der A10 enthält zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch die südliche Fahrbahn:

Die Relation der A10 ist noch teilweise intakt (Link, Karte: © OpenStreetMap contributors)

Kårup Skov MTB-Trails

Ich käme von selbst vermutlich nicht auf die Idee, Dänemark als irgendwie taugliches Mountainbike-Revier einzustufen – die Erfahrungen aus einem Urlaub vor neun Jahren stützen diese Einschätzung. In diesem Jahr bot sich erneut die Möglichkeit für ein paar Tage Aufenthalt in unserem nördlichen Nachbarland und ich hatte gedanklich schon den Crosser eingepackt. Denn dänische Gravel-Feldwege gibt’s zuhauf. Immer mal wieder durch Asphaltsegmente unterbrochen sind diese eigentlich ein super Terrain für das CX-Bike.

Kurz vor der Abfahrt wagte ich noch mal einen Blick auf die Karten der Region um mir schon mal ein paar schöne Strecken zurechtzulegen. Auf der OpenCycleMap stach sofort eine Reihe eingefärbter Wege ins Auge, welche sich bei näherer Betrachtung als drei Mountainbike-Strecken herausstellten:

Kårup Skov Trails auf der OpenCycleMap (Link, Karte: © OpenStreetMap contributors)

Lokale Mountainbiker haben in Zusammenarbeit mit den Forstbehörden irgendwann in den letzten Jahren den Wald bei Kårup auf einigen Kilometern Länge mit Trails versehen, welche nun für die die Allgemeinheit befahrbar sind.

Das klang so interessant, dass ich direkt meine Pläne änderte und das Mountainbike-Hardtail jetzt den Platz des Crossers im Auto einnahm.

Vor Ort zeigte sich dann die ca. 50 Zentimeter breiten Trails in Form von Waldboden, welcher vom losen Zeug befreit wurde. In dieser Eiszeit-geprägten Landschaft kommt darunter hauptsächlich Sand zum Vorschein. Dieser war trotz mehrerer niederschlagsfreier Wochen aber ordentlich fest und bot auch in Kurven ausreichend Grip. An einigen Stellen (Kurven, Wellen) ist grober Kies eingearbeitet, jedoch ohne dass der natürliche Charakter der Trails darunter leidet.

Der Spot bietet drei Trails, welche in den Farben blau, rot und schwarz markiert sind und alle im Uhrzeigersinn befahren werden.

Vom Parkplatz aus startet man direkt in den blauen Trail, welcher relativ eben verläuft und sich auf einer Länge von ca. 4,5 km durch den Wald schlängelt. Höhenmeter gibt’s hier eher wenig, was die Strecke auch für nicht trainierte FahrerInnen fahrbar macht.

Vom blauen Trail zweigen an zwei Stellen die schwarze und die rote Strecke ab, welche zum Einen ein paar Höhenmeter mehr bieten, zum Anderen aber auch etwas mehr Fahrtechnik und Fitness erfordern. Es handelt sich aber auch hierbei um relativ simple CrossCountry-Strecken – wer Enduro-Geballer sucht, wird hier definitiv nicht fündig.

Ein XC-Hardtail ist absolut ausreichend für die Kårup Skov Trails: es gibt nur eine sehr steile aber kurze Rampe auf dem schwarzen Trail, an der man die Füße vom Pedal nehmen und das Bike hochtragen/-schieben muss.

Die drei Trails bieten sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten untereinander: es lassen sich alle Strecken fast beliebig kombinieren. Alle drei Trails sind zusammen ca. 11,6 Kilometer lang und bieten gut 300 Höhenmeter. Für das Abfahren der kompletten Strecke (½ blau → schwarz → rot → ½ blau) habe ich ziemlich genau eine Stunde benötigt (der Rekord bei Strava liegt bei knapp 46 Minuten).

Wer in der Nähe ist und sein Bike dabei hat, sollte sich die Kårup Skov Trails auf jeden Fall mal ansehen. Besser wird man wahrscheinlich auf ganz Sjælland nicht Mountainbiken können!

Bilder von Remote laden in WordPress-Entwicklungsumgebung

Eben stolperte ich über einen Blogpost, in dem erklärt wird, wie man in WordPress die Bilder von einem anderen Host als dem aktuellen einbindet. Normalerweise geht WordPress davon aus, dass die hochgeladenen Medien auf dem aktuellen Host unterhalb von /wp-content/uploads/ zu finden sind.

Beispiel: Dieses Blog läuft auf https:/www.marcusjaschen.de/ und die hochgeladenen Bilder sind normalerweise irgendwo unterhalb von https:/www.marcusjaschen.de/wp-content/uploads/ zu finden.

Holt man sich jetzt die WordPress-Installation in eine Entwicklungsumgebung, möchte man unter Umständen nicht alle Bilder und Medien mitkopieren, denn das können je nach Website schnell einige Gigabytes werden. Die Medien sollen aber natürlich trotzdem angezeigt werden.

Der erwähnte Blogpost beschreibt eine Lösung, die darauf beruht, die Basis-URL für das Uploads-Verzeichnis über eine versteckte Config-Option in WordPress zu ändern. WordPress schreibt dann automatisch alle Medien-URLs um, so dass der Browser diese von ihrer originalen Position lädt (oder aus einem CDN).

Diese Config-Option war mir bis eben unbekannt. Ich habe das Problem bisher auf eine andere Art und Weise gelöst. In meinen nginx-Konfigurationen habe ich jeweils eine Rewrite-Regel, die einfach die Requests umschreibt:

location /wp-content/uploads/ {
    rewrite ^(/wp-content/uploads/.*)$ https://www.marcusjaschen.de/$1 last;
}

Der beobachtete Effekt ist bei beiden Lösungen identisch.

Blindstrom Energie-Podcast

Mir wurde vor einiger Zeit von meinem sehr geschätzten Bekannten @el_golfo der „Blindstrom Energie-Podcast“ empfohlen. Nun habe ich es endlich geschafft mal in zwei Episoden hineinzuhören und bin der Meinung, dass dies viel mehr Leute tun sollten.

Unaufgeregt und verständlich werden hier Themen aus dem wichtigen und aktuell auch sehr relevanten Bereich Energie-Wirtschaft und -Politik behandelt.

In einer der Episoden haben sich die beiden Protagonisten einen Gast eingeladen, welcher mit vielen technischen Hintergründen die oft sehr oberflächlich geführte Elektromobilitätsdiskussion mit wissenswerten Fakten anreicherte.

In der anderen von mir gehörten Episode wird etwas Licht in den Diesel-Skandal und die Absprachen zwischen den großen deutschen Herstellern gebracht.

Aktuell hat der Podcast einen Umfang von 31 Episoden – da ist also noch eine Menge Futter für’s Gehirn vorhanden :-)