Firefox: meine aktuellen Add-ons/Erweiterungen

Mozilla FirefoxFirefox ist weiterhin mein bevorzugter Browser – ich habe im letzten Jahr immer mal wieder zwischen Safari und Firefox gewechselt, setze zuletzt aber ausschließlich Firefox ein. Übrigens ist das der einzige ernstzunehmende Browser, der nicht unter Kontrolle eines Konzerns steht, sondern von der Community in einem offenen Prozess entwickelt wird.

Firefox gibt es seit dem letzten Jahr in der Developer Edition, was im Großen und Ganzen nichts anderes ist, als die jeweils übernächste Version. Aktuell ist Firefox in Version 37 die stabile Variante, Firefox 38 ist die Beta-Version und die Developer Edition ist das was später als Firefox 39 veröffentlicht werden wird. Früher hieß das, was  jetzt als Developer Edition bezeichnet wird übrigens Aurora.

Die Möglichkeit den Browser mit Erweiterungen zu versehen gibt es seit Jahren und ist für viele Leute nicht mehr wegzudenken. Ich habe gestern mal geschaut, was sich so alles an Add-ons angesammelt hat und war überrascht, dass es so viele gar nicht sind:

  • 1Password – um den Password-Manager sinnvoll im Browser einsetzen zu können ist dieses Add-on notwendig.
  • Astronomy NewTab – jedes neue Tab hat das jeweils aktuelle Astronomy Picture of the Day als Hintergrundbild.
  • Charles Autoconfiguration – Charles ist ein lokaler Proxy, mit dem man jeglichen HTTP-/HTTPS-Verkehr untersuchen kann und unter anderem für den Webentwickler unverzichtbar. Dieses Add-on setzt automatisch die Proxy-Einstellungen im Firefox sobald Charles aktiv ist.
  • Cookies Manager+ – ebenfalls ist es für Entwickler von Webanwendungen oft notwendig Cookies zu debuggen, dieses Add-on hilft dabei.
  • Flickr Eyebrow Shaver – ein vom mir gebautes Add-on, welches die nervende Yahoo!-Toolbar am oberen Seitenrand von Flickr entfernt.
  • User Agent Switcher – hilfreich beim Entwickeln von Webapplikationen, um z. B. serverseitige Browserweichen zu testen.

RSS: Der Weg von Google Reader zum Selbsthosting

Jahrelang ging in Sachen RSS eigentlich kein Weg am Google Reader vorbei: die zentrale Sammelstelle für RSS-Feeds bot zum einen ein sehr gutes Webinterface. Zum Anderen gab es – ganz Google-typisch – ein API, mit welchem alle möglichen RSS-Reader-Apps sprachen. So war es möglich seine Feeds am Desktop direkt im Google Reader „abzuarbeiten“ und dann unterwegs nahtlos z. B. in Reeder auf dem iOS-Gerät weiterzulesen.

Google entschied sich dann, den Google Reader zum 1. Juli 2013 abzuschalten. Die Benutzungszahlen waren wohl rückläufig und das Produkt erwirtschaftete vermutlich nicht ausreichend Umsatz*. Nun standen wir™ also da.

Innerhalb kürzester Zeit nach Googles Ankündigung wurden dann die möglichen Alternativen zusammengetragen (natürlich las ich über die meisten in meinen Feeds im Google Reader…). Dienste wie Feedly, Feedbin, Feed Wrangler und mehr standen nun zur Ablösung des Google Reader bereit. Auch Fever als selbst gehostete Variante war wieder eine Option.

Fever hatte aber auch 2013 noch das selbe Problem wie 2009 (schon damals hatte ich meine Lizenz gekauft): Es war ausschließlich im Webbrowser zu benutzen. Fever hatte zwar mittlerweile ein API bekommen, aber keiner der bekannten RSS-Client-Apps unterstützte diese. Schon gar nicht mein damals favorisierter RSS-Reader Reeder.

So wechselte ich vom Google Reader zu Feedly. Zum Glück hatten nämlich Feedly und die anderen Dienste das Potenzial erkannt und begannen Google Reader-kompatible APIs zu bauen. Und die App-Entwickler begannen gleichzeitig den Support für alternative APIs einzubauen. So dauerte es nicht sehr lange, bis Programme wie Reeder auch mit Feedly und Konsorten sprechen konnten.

Feedly war dann auch über ein Jahr meine RSS-Feed-Zentrale. Vor Kurzem bekam ich zufällig mit, dass Reeder* zwischenzeitlich auch etwas mit dem API von Fever anfangen kann und so probierte ich es noch mal. Und siehe da – es funktioniert genauso problemlos wie all die Jahre mit Google Reader und zuletzt mit Feedly.

Ich habe mir bei Feedly meine RSS-Abonnements als OPML-Datei ex- und diese bei Fever wieder importiert. Das ging alles sehr schnell und genau so schmerzfrei wie vor einem guten Jahr der Umstieg von Google Reader zu Feedly.

Mein Feed-Aggregator ist jetzt also seit einigen Wochen selbstgehostet und ich habe Feedly seitdem nicht eine Sekunde vermisst. Mein Account bei Feedly ist mittlerweile auch schon gelöscht.


Ich glaube Google Reader hatte nie Werbung eingeblendet; es dürfte also ein reines Verlustgeschäft für Google gewesen sein – zumindest finanziell

oder zwischenzeitlich neu erschienene RSS-Reader wie z. B. der sehr schöne Unread