Western Digital WD Red 6 TB Benchmark

Die Tage haben sich zwei Western Digital WD Red Festplatten mit je 6 TB Kapazität (WD60EFRX) zu mir verirrt. Wie immer lasse ich einmal bonnie++ über die Platten laufen um zu sehen, ob und wie sie funktionieren.

Die Ergebnisse als HTML-Ausgabe von bonnie++: Benchmark Festplatte 1, Benchmark Festplatte 2

(macOS, bonnie++ 1.97, HFS+, USB 3-SATA-Adapter)

tl;dr Die WD Red Platten WD60EFRX schaffen an einem USB-3-SATA-Adapter beim Lesen und Schreiben jeweils bis zu ca. 165 MiB/s und ca. 130 IOPS.

VeloViewer Explorer Max Square – Radsport trifft Nerdsport

Das Hochladen und Herumzeigen der eigenen Radsport-Aktivitäten auf Strava macht zwar auch nach Jahren immer noch Spaß – wirklich beeindruckend wird es aber, wenn man sich anschaut, was VeloViewer dann mit den gesammelten Daten macht. VeloViewer erstellt und präsentiert unfassbar viele statistische Auswertungen der eigenen Radsport-Historie und führt dabei einige bisher nicht dagewesene Metriken ein. Ein Beispiel ist der Explorer Score und das Explorer Max Square:

The Explorer score is the total number of zoom level 14 map tiles you’ve passed through divided by the distance traveled rewarding those that like to visit new places, roads and trails.

Kleiner Exkurs: ein „Zoom Level 14 Map Tile“ ist eine Kartenkachel, wie sie z. B. auf der Website von OpenStreetMap zum Einsatz kommt. Es handelt sich um eine quadratische Grafik in den Abmessungen 256×256 Pixeln. Am Äquator entspricht 1 Pixel in der Zoomstufe 14 einer Länge von 9,547 m. In unseren Breitengraden (~52,5 °N) ergibt sich dann eine Kantenlänge einer Kachel von:

256 × 9,547 m × cos(52,5 °) = 1.488 m

Färbt man nun alle Kacheln ein, über die man bereits mit dem Rad gefahren ist, sieht das dann zum Beispiel so aus:

Explorer-Score 12×12

Auf der Karte sind mehrere blau umrandete, sich überlappende 12×12 Kacheln große Quadrate zu sehen. Jedes dieser Quadrate ist ein Explorer Max Square und besteht ausschließlich aus Kacheln, die man bereits besucht hat. Leicht zu erkennen ist die eine Kartenkachel südlich von Burig (nah der Bildmitte), welche die Bildung eines größeren Explorer-Quadrats verhindert. Die Lösung ist relativ einfach: Auf’s Rad setzen und einmal genau über diese Kachel fahren.

Et voilà:

… 17×17 :-)

Die Explorer Max Square-Rekordhalter spielen in einer ganz anderen Liga und werden in einem Blogbeitrag bei VeloViewer gewürdigt.

Das Pferd unterm Leibe erschossen

Hin und wieder nehme ich mir unseren Familienstammbaum zur Hand und blättere darin herum. Und manchmal finde ich interessante Geschichten aus vergangenen Zeiten:

Michael Ernst Preuß war 1809 beim Schill’schen Freiheitszuge beteiligt und am 31.5.1809 beim Fall Schills in Stralsund zugegen.
Er wurde eingeschlossen, schlug sich aber mit Kameraden durch, und schwamm mit ihnen über die Oder. In diesem Flusse wurde dem Hauptmann von Pirch das Pferd unterm Leibe erschossen. Preuß rettete Pirch. Von Pirch wurde später Besitzer von Hohendorf bei Reichenbach, Ostpreußen.
Es blieb während des Lebens dieser beiden Männer eine treue Freundschaft bestehen.

Infografik: Rad fahren in 2016

Wie auch im letzten Jahr kann man sich auf veloviewer.com eine schicke Infografik der vergangenen Radfahr-Saison erstellen lassen. Mein Ziel, mehr Strecke als im Vorjahr zurückzulegen habe ich nicht erreicht, zum Schluss fehlten knapp 300 km. Ist aber nicht schlimm, vielleicht klappt’s ja in diesem Jahr!

Zum Vergleich die 2015er Grafik:

Mailingliste nur mit Postfix betreiben

Ich hatte vor einer Weile die Aufgabe, eine Mailingsliste einzurichten. Die erwartete Funktionalität lässt sich einfach beschreiben:

  • die Mailingliste hat mehrere Empfänger/Empfängerinnen; diese werden manuell verwaltet und ändern sich selten, es wird daher keine Web- oder sonstige Schnittstelle zum An- und Abmelden benötigt
  • es gibt eine E-Mail-Adresse für die Mailingliste; alle Mails die an diese Adresse gesendet werden, werden zu allen Empfänger/Empfängerinnen der Mailingsliste weitergeleitet
  • ein beliebiger Empfänger/eine beliebige Empfängerin soll bei einer E-Mail der Mailingliste im Mailprogramm einfach auf Antworten/Reply klicken können um eine Mail wieder an alle Listenempfänger zu senden und nicht nur an den Absender/die Absenderin

Ich wollte nach Möglichkeit nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen und mir den Administrationsaufwand eines Mailman o. Ä. ans Bein binden, also suchte ich nach einer Möglichkeit, eine Lösung nur mit Postfix zu bauen.

Das Weiterleiten einer E-Mail an mehrere Empfänger war kein Problem, diese Funktion ist wahrscheinlich sowie so auf jedem ernstzunehmenden Mailserver vorhanden. In Postfix nutzt man dafür Virtual Alias Maps (alternativ geht das auch mit „normalen“ Alias Maps).

Damit ein Klick auf den Antworten/Reply-Button an die Adresse der Mailingliste und nicht an die Absenderadresse geschickt wird, kann man den Reply-To Mail-Header nutzen. Dieser muss dazu in jede E-Mail eingefügt werden, die an die Mailinglisten-Empfänger gesendet wird.

Postfix bietet mit den sogenannten Header-Checks eine Möglichkeit, die Header einer E-Mail, die von Postfix zur Verarbeitung angenommen wurde, zu untersuchen und gegebenenfalls eine Aktion auszuführen. In meinem Fall sucht Postfix nach der Adresse der Mailingliste im To-Header. Wird diese Adresse gefunden, fügt Postfix den Reply-To-Header in die Mail ein.

Alles was man machen muss, ist eine Datei mit den entsprechenden Regeln anzulegen …

# /etc/postfix/header_checks
# poor man's mailing list
/^To: mailingliste@example.org/ PREPEND Reply-To: mailingliste@example.org

… und die header_checks-Option in der Postfix-Konfigurationsdatei zu setzen:

# /etc/postfix/main.cf
header_checks = regexp:/etc/postfix/header_checks

Ab jetzt erhalten alle Mails an die Mailinglisten-Adresse den passenden Reply-To-Header und die Billig-Mailingliste ist fertig.

Dieses Setup funktioniert hier seit zwei Jahren problemlos.

HandBrake CLI-Settings für DVD-Rips

Der Bequemlichkeit wegen konvertiere ich meine gekauften DVDs (ja tatsächlich, ich kaufe noch DVDs …) mit HandBrakeCLI in MPEG4-Dateien, welche einen x.264 Videostream sowie die AAC-Audio-Streams enthalten.

Da ich mir immer mal wieder die passenden Optionen für HandBrakeCLI in der Dokumention zusammensuchen musste, schreibe ich sie an dieser Stelle nieder, eventuell sind sie ja auch für die Allgemeinheit von Nutzen.

HandBrakeCLI \
--input '/pool/scratch/DVD.dvdmedia' \
--output '/pool/scratch/Movie.m4v' \
--format av_mp4 \
--title 3 \
--optimize \
--encoder x264 \
--encoder-tune film \
--encoder-level 3.1 \
--encoder-preset slow \
--two-pass \
--quality 18 \
--vfr \
--audio 1,2 \
--aname English,German \
--aencoder fdk_aac \
--ab 128 \
--markers

Anzupassen sind die Optionen --input und --output und --title. Je nach Wunsch und DVD müssen die Nummern --audio und Namen --aname der Audiotracks auch geändert werden. Das Command Line-Programm von Mediainfo hilft bei der Auswahl der passenden Audiotracks. Mit dem Wert für die Option --quality kann man auch etwas herumspielen, für mich passt 18 in den meisten Fällen; ein normaler 1,5 Stunden-Spielfilm mit zwei Tonspuren wird so etwa ein Gigabyte groß (mit dem Wert 20 geht die Größe herunter auf circa 700 Megabyte; die Werte hängen aber relativ stark vom Filmmaterial ab).