Neues Spielzeug ausprobiert: Night Timelapse mit der GoPro

Zuletzt hat eine GoPro Hero 4 Silver den Weg zu mir gefunden. Nach den anfänglichen Spielereien wie der (erstmaligen) Verfilmung des Sommerurlaubs, Montage an diversen Fahrrädern usw., schaute ich mir die Funktionen der GoPro noch einmal genauer an. Neben dem Aufzeichnen von Videos und dem Schießen von Fotos bietet die GoPro außerdem verschiedene „Timelapse“-Modi um Zeitraffer-Aufnahmen zu erstellen.

Als ich letztens zufällig außerhalb von Berlin übernachtete, stellte ich die GoPro in den Garten und richtete sie auf den Nachthimmel. Als Aufnahmemodus stellte ich „Night Timelapse“ ein. Die GoPro schießt dann fortlaufend Fotos mit der vorgewählten Belichtungszeit (hier: zehn Sekunden).

Die Bilder lassen sich dann z. B. mit ffmpeg, Time Lapse Assembler oder ähnlichen Tools am Rechner in ein Video verwandeln. Das sieht dann im Ergebnis so aus:

Moonrise Timelapse auf Vimeo.

Für den ersten Versuch bin ich recht zufrieden. Nächstes Mal bekommt die GoPro dann eine externe Stromversorgung, damit sie nicht wieder schlapp macht, wenn’s gerade spannend wird (wie hier beim Mondaufgang). Außerdem vertragen die Einzelbilder durchaus eine höhere Belichtungszeit um mehr vom Sternenhimmel sichtbar zu machen. Das nächste Experiment wird es zeigen.

Gelöst: Häufiger Abbruch der DSL-Verbindung mit FRITZ!Box

In dieser Woche hatte ich mit einem merkwürdigen Problem zu kämpfen: die AVM FRITZ!Box 7490 trennte im Minutentakt die DSL-Verbindung zu meinem Provider easybell und verband sich danach sofort wieder neu.

Der Zugang zum Internet war immer für rund eine halbe bis ganze Minute möglich, bevor die die Trennung der Verbindung erfolgte. Der erneute Verbindungsaufbau dauerte dann insgesamt auch eine Minute. Der Internetzugang war so nicht ernsthaft benutzbar. De facto war er überhaupt nicht benutzbar.

Mein Posteingang sah dann in etwa so aus (die FRITZ!Box sendet mir automatisch eine Mail wenn sie eine neue DSL-Verbindung ausgehandelt hat):

DSL-Roulette

Meine Vermutung war natürlich ein Fehler auf Providerseite, so dass ich mich am Samstag an den Kundensupport wandte.

Die Wartezeit am Telefon war sehr kurz und die Support-Leute bei easybell kamen mir auch nicht blöde mit Sprüchen wie „Haben Sie schon mal aus- und wieder eingeschaltet“, sondern gingen sofort ans Eingemachte. Heutzutage ist das ja durchaus schon bemerkens- und berichtenswert, wenn man als Kunde nicht wie ein Idiot behandelt wird.

Zuerst probierte easybell das Problem mit einen Port-Reset im DSLAM aus dem Weg zu schaffen was allerdings nichts half (genaugenommen dürfte das ja auch nichts anderes als „aus- und wieder einschalten sein – nur eben auf der anderen Seite der Leitung ;-)) Beim nächsten Anruf rückte man direkt neue PPPoE-Zugangsdaten heraus (Zugangsprovider war vorher ecotel, mit den neuen Zugangsdaten fließen die Pakete über Router von Telefonica). Leider besserte sich die Lage auch damit nicht.

Darauf hin erstellte der easybell-Support noch am gestrigen Samstagnachmittag ein Ticket beim Zugangsanbieter und vertröstete mich auf Montag. Die Antwort kam aber bereits eine halbe Stunde später – leider konnten weder die Telekom noch Telefonica irgendeinen Fehler auf Netzseite ausmachen. Schade eigentlich. Man empfahl mir mal ein Kreuztausch der FRITZ!Box (meine FRITZ!Box an anderem Anschluss, andere FRITZ!Box an meinem Anschluss). Das wiederum war gestern für mich nicht mehr machbar.

Gestern Abend gegen 19 Uhr beruhigte sich die Situation und der Internetzugang bestand wieder permanent. Es dauerte dann nicht lange, bis ich „eins und eins zusammenzählte“ und die Lösung für das Problem gefunden hatte.

Die Hitze. In den letzten Tagen ist es furchtbar warm in unserer Wohnung. Die FRITZ!Box ist in einem kleinen, unbelüfteten Schuhschrank geschraubt, was dazu führte, dass irgendein Bauteil überhalb der spezifizierten Temperatur betrieben wird und dann die DSL-Verbindung nicht mehr stabil halten kann.

Ein gutes Indiz für die Bestätigung dieser These zeigte sich heute Nachmittag, als die DSL-Verbindungen erneut regelmäßig getrennt wurden. Die FRITZ!Box zeigt im System-Menü den Temperaturverlauf der CPU und ich sah sofort, dass sie wieder auf einem höheren Temperaturlevel arbeitete (rechter Rand des Diagramms):

Temperatur FRITZ!Box

Ich habe den Schuhschrank jetzt geöffnet und mal etwas Luft in die Lüftungsschlitze der FRITZ!Box gefächert – mit dem Resultat, dass die DSL-Verbindung jetzt wieder gehalten wird. Manchmal ist’s so einfach.

Je teurer ein Bike, desto weniger wird es gefahren…

Je teurer ein Bike, desto weniger wird es gefahren…

Wird ein Fahrrad umso weniger gefahren, je teuer es ist? Diese einfache aber erschreckende Erkenntnis gewinnt, wer sich aufmerksam auf den Trails, in der Innenstadt und auf Rennen oder Festivals in Deutschland umschaut. Doch was ist die Ursache dafür, dass die teuersten Bikes am wenigsten gefahren werden? Denken wir einmal nach!

In diesem Text gibt es eine interessante Aussage, die mir so bisher nicht in dieser Klarheit bewusst geworden war:

am Ende des Tages läuft es immer wieder auf die alte Erkenntnis heraus, dass man von den dreien Haltbarkeit, Gewicht, Preis jeweils nur zwei auswählen kann.

Das erinnerte mich sofort an das CAP-Theorem aus der Datenbank-Theorie.

Chronik der Netzpolitik-Affäre

Chronik der Netzpolitik-Affäre

Weil von allen Seiten Nebelkerzen geworfen werden, versuchen wir mal eine Chronik des Netzpolitik-Verfahrens zu rekonstruieren. Sie beruht auf zahlreichen Presseberichten und dem Artikel “Skandalstück mit vier Darstellern” in der Süddeutschen. Die Daten in den Presseartikeln variieren leicht, wir übernehmen das plausibelste und kennzeichnen das. Weitere Details und genauere Daten könnt ihr gerne in den Kommentaren zusammentragen, wir aktualisieren dann.

Die Lage ist in der Tat sehr unübersichtlich – auch wenn sich so langsam abzeichnet, dass Generalbundesanwalt Range als Sündenbock herhalten muss. Hoffentlich wird diese Chronik von Metronaut weiter gepflegt.

How Berlin’s Futuristic Airport Became a $6 Billion Embarrassment

How Berlin’s Futuristic Airport Became a $6 Billion Embarrassment – Bloomberg Business

The inspectors could hardly believe what they were seeing. Summoned from their headquarters near Munich, the team of logistics, safety, and aviation experts had arrived at newly constructed Berlin Brandenburg International Willy Brandt Airport in the fall of 2011 to begin a lengthy series of checks and approvals for the €600 million ($656 million) terminal on the outskirts of the German capital. Expected to open the following June, the airport, billed as Europe’s “most modern,” was intended to handle 27 million passengers a year and crown Berlin as the continent’s 21st century crossroads.

Beiträge in ausländischen Medien blicken oft aus einer anderen Höhe auf hiesige Begebenheiten herab, was manchmal dabei hilft, noch einmal einen umfassenden Überblick über ein Thema zu bekommen. So auch bei diesem Artikel über die Flughafenruine des Airports Berlin-Brandenburg – eine Lektüre lohnt sich auch für diejenigen, die das Thema regelmäßig verfolgen.