Halb um Rügen rum (Vol. 2)

Ich hatte auch in diesem Jahr wieder zufällig einen Tag in Stralsund herumzubekommen und nutzte die Gelegenheit – wie auch im letzten Jahr – für eine kleine Rennrad-Tour auf Rügen.

Im Gegensatz zum Vorjahr war das Wetter ausgezeichnet, der Sonnenbrand am Ende des Tages kann durchaus als kapital bezeichnet werden. Der Wind war auch überwiegend abwesend, so dass als einzige Auffälligkeit die Temperaturunterschiede zu nennen sind: Von den 20 Grad Celsius am Start in Altefähr war in Binz nicht mehr viel übrig: hier fiel das Thermometer auf knapp 10 Grad um dann langsam wieder anzusteigen. Es war schlussendlich ein ständiges Auf und Ab – mit Wasser in der Nähe gab’s Gänsehaut, weiter im Land war alles super.

Der Streckenverlauf wurde nach meinen Erfahrungen im Vorjahr noch etwas optimiert – hauptsächlich bezieht sich das auf die Umfahrung von Kopfsteinpflaster-Segmenten. Ein kleines Stück mit Katzenköpfen in Nardevitz ist jetzt noch übrig. Mal schauen, ob ich für’s nächste Mal eine gute Umfahrung finde.

Karte: © OpenStreetMap contributors

Das Highlight der Tour war ganz klar die Straße von Sassnitz hoch Richtung Stubbenkammer: durch Buchenwälder kämpft man sich die knapp 150 Höhenmeter bis zum Abzweig Stubbenkammer hinauf, an sich schon ein wirklich schöner Abschnitt. Gestern kam erfreulicherweise noch hinzu, dass ich auf Grund einer Baustelle in Sassnitz die komplette Straße für mich alleine hatte: keine Autos weit und breit! Ich vermute, dass sich mir diese Möglichkeit nicht noch einmal bieten wird und werde sie in guter Erinnerung behalten.

Die Tour bei VeloViewer und Relive.

Zum Abschluss gönnte ich mir noch mal einen Blick über den Strelasund:

Blick auf Rügenbrücke, Strelasund und Stralsund

Tweet des Tages

@blume_bob sagt:

Die DSGVO ist der extrem erfolgreiche Versuch, die Effizienz von BER und Elbphilharmonie ins Netz zu übertragen. Und auch für die anstehenden Kosten kann man wohl ähnlich guter Dinge sein.

Live @ Los Angeles Rave 1996 by Christopher Lawrence

Live from 1996. This set was recorded at a rave in Los Angeles in 1996. This is the true sound of the underground when Progressive House, Trance and Techno all blurred into one sound. DJs spun vinyl on Technics 1200 turntables. It was a completely different experience to using laptops and CDs. We set the record in motion with a flick of the wrist and lightly touched the record to to keep it on beat with the record spinning on the other deck. No easy task when the turntables were sitting on card labels right on the dance floor. But that is what made it special. No big stages, no LED screens, no digital downloads, no iTunes, no Youtube, no internet! These parties were word of mouth and paper flyers only. And after partying all night long at a warehouse rave we would head to Venice Beach to carry on in the sun at a proper popup out door party. Hopefully as you listen to this mix you will be taken back to a different time when dance music was just beginning and anything was possible!

Das Set funktioniert auch nach über 20 Jahren noch halbwegs gut. (und enthält, wie es sich für die Mitte der 90er gehört, natürlich auch Spuren von „The First Rebirth“ …)

Bei Soundcloud anhören: Live @ Los Angeles Rave 1996 by Christopher Lawrence

Winterpokal-Projekt: Town Fondo

Für den MTB-News.de- und Rennrad-News.de-Winterpokal habe ich vor einiger Zeit schon mal eine ganz spezielle Runde zusammengestellt und abgefahren.

Für den vergangenen Winterpokal hatte ich erneut eine Idee und konnte diese gerade noch so vor dem Ende der Saison umsetzen: Hier im Ort einmal alle Straßen mit dem Rad abfahren.

Die Idee klingt erstmal recht simpel, im Detail versteckt sich dann aber doch das eine oder andere Teufelchen.

Das Problem, welches gelöst werden musste: eine Route zu finden, die mich über alle Straßen in unserem Ort führt, dabei aber über möglichst wenige Wege mehrfach enthält. Alle einschlägigen Router-Web-Apps bieten nur das Routing von A nach B mit vielleicht ein paar Via-Punkten, worin ich nicht die optimale Lösung des Problems vermutete.

Mein erster Impuls: schnell selbst einen Algorithmus implementieren:

„Ist ja nur ein Graph, auf dem man alle Kanten mindestens einmal und möglichst auch genau nur einmal abfahren muss!“

Bei der Zusammenstellung der notwendigen Schritte zur Umsetzung zeigte sich aber schnell, dass der Aufwand nicht trivial sein würde.

Ich versuchte dann einfach mal, die Strecke manuell mit den bekannten Web-Apps für’s Routing zusammenzuklicken. Mit vielen, vielen Via-Punkten gelang es mir im BRouter (Danke an Sascha für das Bereitstellen einer Installation der aktuellen master-Version!) dann doch recht gut. Hier und da fehlte ein kleines Segment einer Straße, dafür kamen andere Teile dann doch mehrfach vor.

Am Ende war außer Via-Punkten nicht mehr viel zu sehen, aber die Route stand!

„Town Fondo” im BRouter (Karte: © OpenStreetMap contributors)

Die geplante Route hatte eine Länge von gut 107 Kilometern – mit Kaffeepause zwischendurch (natürlich zu Hause) stoppte die Aufzeichnung schlussendlich bei etwas über 114 Kilometern:

„Town Fondo” – die tatsächlich gefahrene Strecke (Karte: © OpenStreetMap contributors)

Bei relive.cc gibt es die Runde als Video zu sehen.

Die ganze Sache hat auf jeden Fall großen Spaß gemacht! Allerdings hätte eine algorithmische Bestimmung der Route den Nerd-Faktor dann doch noch mal deutlich erhöhen können. Vielleicht ergibt sich da ja im nächsten Winterpokal mal eine Gelegenheit … ;-)