Firefox Multi-Account Containers – mit Containerise jetzt endlich perfekt

Firefox bietet mit der Extension „Firefox Multi-Account Containers“ die Möglichkeit, getrennte Profile für verschiedene Websites zu nutzen. Ich habe so z. B. einen Container „WordPress“, mit dem ich in diversen WordPress-Sites immer eingeloggt unterwegs bin. Surfe ich mit dem Standardprofil bin ich nicht eingeloggt und sehe die Seiten so wie jede andere Besucherin. Weitere Container gibt es für die diversen sozialen Netzwerke, in welche ich so mit verschiendenen Accounts gleichzeitig angemeldet sein kann.

Man kann die Extension so konfigurieren, dass Adressen einer Domain immer in einem bestimmten Container geöffnet werden (z. B. startet ein Aufruf von drive.google.com immer im Google-Container). Leider lässt sich so nicht zwischen Leserin und Redakteurin in einem WordPress-Blog unterscheiden, da diese normalerweise immer auf der selben Domain laufen.

Die Abhilfe kommt mit einem weiteren Firefox-Addon: „Containerise“.

Hier kann man jetzt die Zuordnung über die gesamte URL festlegen, inklusive des Pfad-Anteils.

Ein simpler regulärer Ausdruck (@/wp-admin) matched die WordPress-Admin-URL öffnet jetzt alle WordPress-Admin-Bereiche immer im „WordPress“-Container. Großartig!

Rostock 1988 und 2019 – auf den Spuren von Siegfried Wittenburg

Siegfried Wittenburg veröffentlichte vor fünf Jahren bei Spiegel mit „Meine Heimat, schonungslos“ eine beeindruckende Fotodokumentation, die Rostock in der Endphase der DDR zeigt. Mit den Fotos wird die zerfallende (Bau-)substanz der Rostocker Altstadt auf Schwarzweißfilm festgehalten, ohne dabei besondere Rücksicht auf die Befindlichkeiten des SED-Regimes zu nehmen.

Ich habe einen Rostock-Besuch zur Weihnachtszeit 2019 zum Anlass genommen, einige der von Wittenburg dokumentierten Orte aufzusuchen und ebenfalls zu fotografieren*. Dabei lag der Fokus nicht auf einer künstlerischen oder ästhetischen Darstellung – es ging mir eher darum, herauszufinden, ob sich die Aufnahmestandorte der früheren Fotos auffinden lassen und gegebenenfalls festzuhalten, wie sich die Umgebung in den vergangenen 31 Jahren verändert hat.

Da ich die Fotos des Artikels auf Spiegel Online aus rechtlichen Gründen nicht hierher übernehmen kann, ist eine direkte Vorher-/Nachher-Gegenüberstellung leider nicht möglich. Die Fotos sind daher lediglich verlinkt.

Diesem Bild ging eine kurze Suche voraus: der Aufnahmeort befindet sich heute in einem Innenhof. Die Häuser stehen in der Lagerstraße. Links im Bild das Haus mit der Nummer Lagerstraße 11-12, rechts Nummern 9 und 8. An der Stelle des blauen Hauses mit dem Durchgang ist im Originalbild von 1988 noch ein Haus mit nicht eingedecktem Dachstuhl zu sehen. (Bild 2 in der Spiegel-Fotostrecke; Karte des Aufnahmestandpunkts)
Dieses Bild hat sich am deutlichsten seit 1988 verändert: fast das gesamte Objekt im Motiv („Hornscher Hof“) wird jetzt durch den Neubau im Vordergrund blockiert. (Bild 3; Karte)
Noch mal Bild 3, diesmal von einem leicht versetzten Standort aus gesehen. (Karte)
In der Straße Burgwall, vor dem heutigen Restaurant „Kaminstube“. Der Blick folgt dem Verlauf der Straße und endet an der Marienkirche. (Bild 6; Karte)
Geht man vom Standort des letzten Fotos die Straße Burgwall wenige Meter bergan und dreht sich mit Blick in Richtung Stadthafen, bietet sich heute diese Ansicht. Am Haus auf der linken Straßenseite ist heute ein Balkon zu sehen. 1988 schauten nur die beiden Träger aus der Hauswand. (Bild 7; Karte)
Wo damals im Krönkenhagen der „Wartburg“ parkte befindet sich heute die „City Pension“. (Bild 8; Karte)
Wir befinden uns wieder in der Straße Burgwall und stehen jetzt vor der Nummer 7. Hier befindet sich heute das Restaurant „bSieben“. 1988 hatte noch Tischlermeister W. Oemig seine Werkstatt in diesem Haus eingerichtet. Die wunderschöne Haustür hat die Renovierung glücklicherweise überlebt. (Bild 10; Karte)
Der Bereich der Wollenweberstraße ist recht leicht wiederzuerkennen. Die Bäume an der rechten Straßenseite wurden zwar mittlerweile durch neue ersetzt, diese wurden aber an gleicher Stelle gepflanzt. Auf dem dortigen Gelände befindet sich der Spielplatz der Kita „Kinderhaus Fischbank“. Die Toreinfahrt im ersten Haus auf der linken Straßenseite ist heutzutage nicht mehr vorhanden. (Bild 12; Karte)
Am Ende der Gärtnerstraße gab es 1988 kein Durchkommen. Das Haus in der Mitte von Bild 15 fehlt heute, man gelangt der Gärtnerstraße folgend direkt zur Straße Beim Wendentor. (Bild 15; Karte)
Direkt von der Petrikirche schlängelt sich die Straße Amberg vom Hügel der Petrischanze hinunter. Das Fachwerkhaus auf der rechten Straßenseite ist heute genauso markant wie damals; ebenso die beiden Aufzüge am dahinter befindlichen ehemaligen Speicher. (Bild 17; Karte)
Der Blick folgt der Eselföterstraße und endet am großen Haus an der Langen Straße. Das Haus bietet einen Fußgänger-Durchgang zur Langen Straße, welcher auf dem Foto von 1988 noch nicht zu erkennen ist. Im Vordergrund auf der rechten Straßenseite ist ein Neubau zu erkennen – dieses Haus fehlt auf dem Bild von 1988. Interessant: Das Haus mit der Nummer 3 auf der linken Straßenseite ist 1988 wie auch Ende 2019 eingerüstet. Bild 20; Karte)
Das Rostocker Standesamt in der Pümperstraße ist leicht am markanten Giebel erkennbar. Die Häuser im Vordergrund existierten 1988 noch nicht. Links kann man einen alten Speicher am vorstehenden Kran erkennen, dieser ist auch auf dem Foto von 1988 zu sehen. (Bild 21; Karte)
Geht man die Einkaufspassage der Kröpeliner Straße nach Westen, gelangt man an das Kröpeliner Tor (halb verdeckt im Bild). Rechts vom Kröpeliner Tor befindet sich heute das KTC, dieses schließt das einzeln stehende Gebäude („Kornbrand“) auf dem Foto aus 1988 nun von beiden Seiten ein. (Bild 22; Karte)
Am weitesten vom ursprünglichen Aufnahmestandort entfernt ist dieses Bild von der Kröpeliner Straße entstanden. Das Original aus 1988 wurde von einem erhöhten Standpunkt aus fotografiert, was heute nicht ohne Weiteres möglich ist. Vom bepflanzten Kreis im rechten Bildteil ist heute nichts mehr zu sehen. Unter den Bildern aus 1988 ist dieses das einzige, was auf den ersten Blick nicht den Zerfall der Altstadt dokumentiert – wenngleich einige der Fassaden auf dem Bild damals tatsächlich nur Fassaden ohne dahinter benutzbare Gebäude gewesen sein sollen. (Bild 23; Karte)

* Das Fotografieren war gar nicht so einfach: Siegfried Wittenburg benutzte damals eine Mittelformat-Kamera (Format 6×6). Ich habe eine Spiegelreflex-Kamera mit APS-C-Sensor, welcher nur einen Bruchteil der Bildfläche bietet. Um einen ähnlichen Bildwinkel zu erreichen, musste ich sehr weitwinklig fotografieren. Dadurch verändert sich die perspektivische Wirkung recht deutlich. Nachfolgendes Bild hilft etwas dabei, eine Vorstellung vom Unterschied beider Bildformate zu bekommen:

Wegkacheln: 29×29 → 33×33

Nach etwas Vorbereitung war es heute möglich, mit einer einzigen Tour mein Explorer Max Square von 29×29 Kacheln auf 33×33 zu vergrößern.

Die Tour führte durch die Wälder rund um den ehemaligen Flughafen Sperenberg – die frühere Nutzung als Truppenübungsplatz war vielerorts auch nach über 25 Jahren noch gut zu erkennen.

Die nächste Größe 34×34 ist eine „Low Hanging Fruit“, dazu fehlt nur noch eine Kachel in Vogelsdorf. Danach werde ich mich um den östlichen Rand des Quadrats kümmern, mit drei Touren kann ich diesen um fünf, vielleicht sogar sechs Kacheln nach außen verschieben. Weitere drei Touren am südlichen Rand reichen dann aus, um das Explorer Max Square auf 39×39 Kacheln zu vergrößern.

Kartendaten © OpenStreetMap Contributors

BRouter und das Explorer Max Square

Man lernt nie aus. Eben habe ich herausgefunden, dass sich die KML-Datei der noch nicht erledigten Kartenkacheln für das Explorer Max Square in die BRouter Webapp laden lässt. Die Routenplanung wird dadurch ein ganzes Stück leichter!

Die KML-Datei lässt sich bei VeloViewer direkt auf der „Summary“-Seite exportieren.

Alle blau eingerahmten Kacheln sind im folgenden Beispiel noch auf der ToDo-Liste:

Karte und Kartendaten © OpenStreetMap Contributors

Die Gesamtansicht ist auch spannend anzuschauen:

Karte und Kartendaten © OpenStreetMap Contributors