25×25 → 27×27

Nach nur einer Woche geht’s Schlag auf Schlag weiter mit dem Einsammeln von Kartenkacheln und dem Bilden eines möglichst großen Quadrats aus eben jenen. Die heutigen nur gut 50 Kilometer erhöhten das Quadrat von 25×25 Kacheln auf 27×27, waren aber die anstrengendsten 50 Kilometer seit sehr langer Zeit.

So viel Zuckersand wie ich heute durchqueren musste, habe ich lange nicht mehr gesehen – und das obwohl ich als Brandenburger ja einiges gewohnt bin. Die Wahl auf den Crosser als Weggefährt war definitiv falsch und wird beim nächsten Besuch in der Gegend auf jeden Fall auf das Mountainbike fallen.

25×25 → 27×27
Ausblick vom Aussichtsturm auf dem Gipsberg bei Sperenberg

Kårup Skov MTB-Trails

Ich käme von selbst vermutlich nicht auf die Idee, Dänemark als irgendwie taugliches Mountainbike-Revier einzustufen – die Erfahrungen aus einem Urlaub vor neun Jahren stützen diese Einschätzung. In diesem Jahr bot sich erneut die Möglichkeit für ein paar Tage Aufenthalt in unserem nördlichen Nachbarland und ich hatte gedanklich schon den Crosser eingepackt. Denn dänische Gravel-Feldwege gibt’s zuhauf. Immer mal wieder durch Asphaltsegmente unterbrochen sind diese eigentlich ein super Terrain für das CX-Bike.

Kurz vor der Abfahrt wagte ich noch mal einen Blick auf die Karten der Region um mir schon mal ein paar schöne Strecken zurechtzulegen. Auf der OpenCycleMap stach sofort eine Reihe eingefärbter Wege ins Auge, welche sich bei näherer Betrachtung als drei Mountainbike-Strecken herausstellten:

Kårup Skov Trails auf der OpenCycleMap (Link, Karte: © OpenStreetMap contributors)

Lokale Mountainbiker haben in Zusammenarbeit mit den Forstbehörden irgendwann in den letzten Jahren den Wald bei Kårup auf einigen Kilometern Länge mit Trails versehen, welche nun für die die Allgemeinheit befahrbar sind.

Das klang so interessant, dass ich direkt meine Pläne änderte und das Mountainbike-Hardtail jetzt den Platz des Crossers im Auto einnahm.

Vor Ort zeigte sich dann die ca. 50 Zentimeter breiten Trails in Form von Waldboden, welcher vom losen Zeug befreit wurde. In dieser Eiszeit-geprägten Landschaft kommt darunter hauptsächlich Sand zum Vorschein. Dieser war trotz mehrerer niederschlagsfreier Wochen aber ordentlich fest und bot auch in Kurven ausreichend Grip. An einigen Stellen (Kurven, Wellen) ist grober Kies eingearbeitet, jedoch ohne dass der natürliche Charakter der Trails darunter leidet.

Der Spot bietet drei Trails, welche in den Farben blau, rot und schwarz markiert sind und alle im Uhrzeigersinn befahren werden.

Vom Parkplatz aus startet man direkt in den blauen Trail, welcher relativ eben verläuft und sich auf einer Länge von ca. 4,5 km durch den Wald schlängelt. Höhenmeter gibt’s hier eher wenig, was die Strecke auch für nicht trainierte FahrerInnen fahrbar macht.

Vom blauen Trail zweigen an zwei Stellen die schwarze und die rote Strecke ab, welche zum Einen ein paar Höhenmeter mehr bieten, zum Anderen aber auch etwas mehr Fahrtechnik und Fitness erfordern. Es handelt sich aber auch hierbei um relativ simple CrossCountry-Strecken – wer Enduro-Geballer sucht, wird hier definitiv nicht fündig.

Ein XC-Hardtail ist absolut ausreichend für die Kårup Skov Trails: es gibt nur eine sehr steile aber kurze Rampe auf dem schwarzen Trail, an der man die Füße vom Pedal nehmen und das Bike hochtragen/-schieben muss.

Die drei Trails bieten sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten untereinander: es lassen sich alle Strecken fast beliebig kombinieren. Alle drei Trails sind zusammen ca. 11,6 Kilometer lang und bieten gut 300 Höhenmeter. Für das Abfahren der kompletten Strecke (½ blau → schwarz → rot → ½ blau) habe ich ziemlich genau eine Stunde benötigt (der Rekord bei Strava liegt bei knapp 46 Minuten).

Wer in der Nähe ist und sein Bike dabei hat, sollte sich die Kårup Skov Trails auf jeden Fall mal ansehen. Besser wird man wahrscheinlich auf ganz Sjælland nicht Mountainbiken können!

Schönwettertour: Von Bestensee an die Elbe und zurück

Je wärmer, desto besser – zumindest für meine Ausflüge mit Rennrad oder Mountainbike ist das eine gültige Aussage.

Gestern war dann mit angekündigten 34 °C Höchsttemperatur ein ziemlich geeigneter Tag, um mal den einen oder anderen Kilometer auf Asphalt zurückzulegen.

Am Ende des Tages standen immerhin gut 260 Kilometer auf dem Tacho, davon etwa die Hälfte bei ziemlich nervigem Gegenwind. Aber ich will mich gar nicht beschweren :-)

Ein paar Anmerkungen habe ich noch, diese sind direkt von der Strava-Aktivität hier hineinkopiert:

  • nur ein Arschlochautofahrer auf der gesamten Strecke, sonst nahezu ausschließlich vorbildliche Überholvorgänge 👍
  • es war sehr warm
  • es war sehr windig auf der zweiten Hälfte der Tour – viel zu windig
  • nicht zum ersten Mal half mir das Live-Set von Christopher Lawrence auf dem Planet Love 2006 über eine Phase der Motivationslosigkeit hinweg
  • das Wegenetz des Fläming-Skate ist großartig
  • ich komme gut klar mit Unterwegs-Verpflegung bestehend ausschließlich aus Kuchen
  • 8,5 Liter Flüssigkeit ist zu wenig für die Strecke bei dem Wetter
  • (vielleicht deshalb) das Bier danach schmeckte lange nicht mehr so gut

Brandenburg in zwei Bildern

Ich habe seit dem letzen Sommer einen Tweet in meinem Twitter-Profil gepinnt, welcher mit „Brandenburg in zwei Bildern ❤️“ betitelt ist.

Beim Rad fahren am Wochenende wurde mir wieder klar, dass die Auswahl dieser beiden Bilder durchaus ziemlich treffend ist – zumindest für die südöstliche Umgebung von Berlin.

Es gibt hier wundervolle Seenlandschaften auf der einen Seite und Holzwüsten von nicht enden wollender Ausdehnung auf der anderen: beide Bilder wurden am selben Tag gerade mal 800 Meter entfernt voneinander aufgenommen.

Am Bugker See

Sandfläche östlich von Bugk

Halb um Rügen rum (Vol. 2)

Ich hatte auch in diesem Jahr wieder zufällig einen Tag in Stralsund herumzubekommen und nutzte die Gelegenheit – wie auch im letzten Jahr – für eine kleine Rennrad-Tour auf Rügen.

Im Gegensatz zum Vorjahr war das Wetter ausgezeichnet, der Sonnenbrand am Ende des Tages kann durchaus als kapital bezeichnet werden. Der Wind war auch überwiegend abwesend, so dass als einzige Auffälligkeit die Temperaturunterschiede zu nennen sind: Von den 20 Grad Celsius am Start in Altefähr war in Binz nicht mehr viel übrig: hier fiel das Thermometer auf knapp 10 Grad um dann langsam wieder anzusteigen. Es war schlussendlich ein ständiges Auf und Ab – mit Wasser in der Nähe gab’s Gänsehaut, weiter im Land war alles super.

Der Streckenverlauf wurde nach meinen Erfahrungen im Vorjahr noch etwas optimiert – hauptsächlich bezieht sich das auf die Umfahrung von Kopfsteinpflaster-Segmenten. Ein kleines Stück mit Katzenköpfen in Nardevitz ist jetzt noch übrig. Mal schauen, ob ich für’s nächste Mal eine gute Umfahrung finde.

Karte: © OpenStreetMap contributors

Das Highlight der Tour war ganz klar die Straße von Sassnitz hoch Richtung Stubbenkammer: durch Buchenwälder kämpft man sich die knapp 150 Höhenmeter bis zum Abzweig Stubbenkammer hinauf, an sich schon ein wirklich schöner Abschnitt. Gestern kam erfreulicherweise noch hinzu, dass ich auf Grund einer Baustelle in Sassnitz die komplette Straße für mich alleine hatte: keine Autos weit und breit! Ich vermute, dass sich mir diese Möglichkeit nicht noch einmal bieten wird und werde sie in guter Erinnerung behalten.

Die Tour bei VeloViewer und Relive.

Zum Abschluss gönnte ich mir noch mal einen Blick über den Strelasund:

Blick auf Rügenbrücke, Strelasund und Stralsund

Ausflug an den Rand des Unterspreewalds 🚵